24. Mai 2010

Komm Heiliger Geist



Dass die Informatik des Bundesgerichts verschiedene Wünsche offen lässt, wird innerhalb des Palais auf Mon Repos nur teilweise wahrgenommen. Alteingesessene Nutzer kennen nichts anderes und ziehen daher gar keine Vergleiche. Was wohl auch der Grund dafür ist, dass bisher keine Remedur geschaffen wurde. Wer dagegen als Benutzer über andere IT-Erfahrungen verfügt, zeigt sich weniger geduldig mit dem Angebot des höchsten Gerichts. Damit beglückt wurde vor zweieinhalb Jahren auch das neue Bundesverwaltungsgericht, das sich inzwischen bereits wieder davon verabschiedet hat.


Unfreiwillige Opfer des Systems sind zumindest am Rande auch die akkreditierten Journalisten. Die tägliche Zustellung der Urteile funktioniert inzwischen dank kundiger und williger Geister in der Kanzlei trotz hauseigener Informatik. Schwieriger ist es mit dem Web-Portal für Journalisten, wo unter anderem die Unterlagen für öffentliche Urteilsberatungen abrufbar sein sollten. Wer die Sitzungen von morgen Dienstag vorbereiten wollte, sah sich mit der lapidaren Aufforderung konfrontiert, es doch später wieder zu versuchen. Und das ausgerechnet an Pfingsten! Anderseits: Dem IT-Dienst des Bundesgerichts Erleuchtung zu verschaffen, wäre möglicherweise selbst für den Heiligen Geist eine zu grosse Herausforderung.
fel.

Kommentare:

  1. Einer der Geister schmunzelt, nickt und dankt...

    (leider halt nicht per Twitter ;c))

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  2. Das Twittern kann ja noch werden....

    ;-)

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  3. "Schwieriger ist es mit dem Web-Portal für Journalisten, wo unter anderem die Unterlagen für öffentliche Urteilsberatungen abrufbar sein sollten."

    Warum gehen diese Unterlagen nur an Journalisten und nicht ... tada: an die Öffentlichkeit?

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  4. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind gewisse Restriktionen notwendig. Ich denke aber, dass ein Teil der Informationen - insbesondere die Besetzung der Richterbank - frei ersichtlich sein müsste.

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