30. Mai 2012

M wie Budget oder billig

Unter dem Billig-Label M-Budget verkauft der Schweizer Grossverteiler Migros zahlreiche erstaunlich gute Produkte. So etwa als einziger Anbieter ein Mobilfunk-Abonnement, mit dem man auf dem qualitativ hochstehenden Swisscom-Netz surfen kann und trotzdem nicht zum Swisscom-Stundentarif telefonieren muss. Dass trotz guten Produkten der Billig-Touch doch nicht ganz verloren geht, dafür sorgt das Personal, wie ich heute feststellen musste, als ich für meine Frau ein solches Abonnement abschliessen wollte.

25. Mai 2012

Mixer oder Mixerin?

Keiner spricht von einer Mixerin, bloss weil es sich um eine Maschine handelt, und eine Maschine nun einmal weiblichen Geschlechts ist. Ist aber der Richter eine Frau, spricht schier männiglich von Richterin. Es galt einmal als modern, und einige glauben heute noch, es fördere die Emanzipation. Die einen verwenden die weiblichen Formen aus innigster Überzeugung. Andere plappern eher mechanisch so, wie jene Fastnachtsgruppe in der Innerschweiz, die per Inserat Mitglieder und Mitgliederinnen suchte. Und im Bundesgericht war vor vielen Jahren einmal in öffentlicher Urteilsberatung von Krankenschwesterinnen und Krankenschwestern die Rede.

23. Mai 2012

Anklagender Gerichtshof?

Bei einer Umsetzung der Ausschaffungsinitiative in der vom Bundesrat nun in Vernehmlassung geschickten Form, riskiere die Schweiz, in einzelnen Fällen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angeklagt zu werden, schreibt 20 Minuten Online. Das ist natürlich Blödsinn, denn der Gerichtshof in Strassburg klagt niemanden an. Möglich wäre, dass sich ein Betroffener darüber beschwert, dass seine Ausschaffung gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstosse. Und dass der Gerichtshof diese Meinung teilt und feststellt, dass die Schweiz ein Menschenrecht verletzt hat. Was eigentlich viel schwerer wiegt als eine Anklage, von der man im Übrigen freigesprochen werden könnte. Aber natürlich nur halb so grimmig tönt.