24. Januar 2012
Sonnenschein und Kindersegen
20. Januar 2012
17. Januar 2012
Abgeschirmt
Heute dient der kleine Saal in der Mitte des Pavillons als Schulungsraum. Die Büros links stehen den Ersatzrichtern zur Verfügung; und diejenigen auf der rechten Seite der Journaille. Eigentlich ganz schöne Räume, in die allerdings kein Sonnenstrahl zu dringen vermag. Noch schlimmer ist, dass die dicken Gemäuer auch Mobilfunkstrahlen weitgehend abschirmen. Swisscom und Sunrise schaffen ein schlappes EDGE, und mit Orange lässt sich nicht einmal telefonieren. Gemunkelt wird, die drei Telekommunikationsanbieter wollten sich mit der schwachen Berieselung des höchsten Gerichts dafür revanchieren, dass ihnen eben dieses Gericht landauf landab immer wieder eine Reduktion der Sendeleistung verordnet. Falls die Racheabsicht tatsächlich bestehen sollte, schösse sie allerdings sie am Ziel vorbei. Denn in den Richterbüros auf der Sonnenseite des Palais ist der Mobilfunkempfang völlig ausreichend. Fernmeldetechnisch abgenabelt bleibt allein die im Innenhof eingemauerte Journaille.
15. Januar 2012
13. Januar 2012
In den Fängen Justitias
Es passierte nicht heute, hat also mit Freitag dem dreizehnten gar nichts zu tun. Es geschah gestern Abend. Ich war in meinem Büro im Bundesgericht derart in Arbeit vertieft, dass ich die Zeit vergass. Als ich auf die Uhr schaute, war es 18.25, und bis ich das Notebook herunter gefahren, das WLAN ausgeschaltet und einen Spurt in die Eingangshalle hingelegt hatte, war es punkt 18.30. Und ab diesem Zeitpunkt kann ich mit meinem Badge den Palais auf Mon Repos nicht mehr verlassen. Zumindest auf legalem Weg nicht, denn es gibt da im Ostflügel einen Notausgang, den man zwar nicht benutzen darf, aber problemlos kann. Beziehungsweise problemlos benutzen konnte. Denn jetzt ist der Notausgang plombiert, und da ich weder die Feuerwehr noch das Überfallkommando und schon gar nicht die Schweizer Armee alarmieren wollte, entschied ich mich, doch lieber den Hausmeister anzurufen. Doch der antwortete ebenso wenig wie etliche Schreiber und Richter, die ich in der Folge noch vergeblich im Büro anrief. Schliesslich rettet mich eine mir unbekannte Person, die mich aber zu kennen schien, vor dem fast schon sicheren Hungertod. Mit welchem Trick mich mein Retter aus den Fängen Justitias befreite, bleibt allerdings unser Geheimnis.
11. Januar 2012
9. Januar 2012
Rassistischer Anschlag?
Fasziniert haben die Figuren mich allerdings schon bei der allerersten Begegnung an Weihnacht 1952. Ich war damals erst knapp elf Monate alt, weshalb mir wohl noch niemand einen aufrechten Gang zutraute. Meine Grossmutter jedenfalls passte nicht so auf mich auf, wie sie sollte. Ich entfloh ihr, durchquerte auf eigenen Füssen die Stube und schlug einem der heiligen drei Könige den Kopf ab. Es war ausgerechnet der schwarze Caspar, den man damals noch völlig ungeniert den Mohrenkönig nannte. Ein rassistischer Hintergrund kann indes ausgeschlossen werden. Bildmaterial aus meinem Fotoalbum beweist nämlich, dass der gute Caspar offenbar verspätet eingetroffen war und 1952 auf der linken Seite ganz zuhinterst stand. Heuer wäre wohl das Kamel geköpft worden.
